Yokoi Yayu (1702-1783) – Der Samurai unter den Haiku-Dichtern

Yokoi Yayu in fortgeschrittenem Alter, dargestellt mit Schreibutensilien.

Yokoi Yayu in fortgeschrittenem Alter, dargestellt mit Schreibutensilien. KI generiert nach einer alten Zeichnung (sie ist weiter unten zu sehen)

Yokoi Yayu (1702–1783) – der Samurai, der Haiku liebte

Wenn man an klassische Haiku denkt, tauchen sofort die großen Namen auf: Bashō, Buson, Issa. Doch es gibt auch andere Meister, die sich mit feinem Witz und Ernst einen Platz in der Geschichte erdichtet haben – einer von ihnen ist Yokoi Yayu.

Geboren 1702 in Nagoya, mitten in der goldenen Mitte der Edo-Zeit, wuchs Yayu als Sohn einer angesehenen Samurai-Familie auf. Der Vater war Beamter im Dienste des Owari-Klans, einer mächtigen Tokugawa-Seitenlinie.

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Oku no Hosomichi – Der schmale Pfad ins Hinterland von Matsuo Basho – Reiseabschnitte 1-12

Oku no Hosomichi // Der schmale Pfad ins Hinterland von Matsuo Basho

Dieses Reisetagebuch wurde 1689 von dem berühmten Haikudichter Matsuo Basho verfasst. Die beschwerliche Reise unternahm er am Ende seines Lebens.

Oku no Hosomichi ist ein Text, der Natur und Landschaft nicht unbedingt realistisch zeigt. Der alte Stil ist leicht, assoziativ, unvollständig, geprägt von Schweigen, Andeutungen und Brüchen. Wichtiger als geografische Genauigkeit ist die persönliche Stimmung der Reisenden.

Erzählerisch schlicht, schreibt Basho hier nicht auf dem literarischen Niveau moderner Erzähler, das musste erst noch erfunden werden. Er berichtet in lockerer, poetischer Form. Zentrale Elemente sind, wie könnte es anders sein, seine eingestreuten Originalhaiku. Allein ihretwegen lohnt die Lektüre. Hier sind sie sozusagen in ihrem natürlichen Umfeld zu sehen.

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Haiku, was ist das Geheimnis der beliebten Kurzgedichte?

Haiku, was ist das Geheimnis der beliebten Kurzgedichte?

Ein Haiku ist ein winziges Gedicht, traditionell aus Japan – alt, echt und unverfälscht. Es braucht keine Erklärung, keine Interpretation. Was aber nicht heißt, dass man alles immer sofort versteht. Meist geht es um die Natur, die Jahreszeiten und uns in der fließenden Welt.

Haiku sind keine Zaubersprüche. Man muss schon selbst etwas tun. Aber sie arbeiten nicht mit kryptischen Metaphern oder literarischen Rätseln. Sie stellen den Leser nicht vor Aufgaben. Man braucht keine besondere Vorbildung und muss nicht literaturerfahren sein, um sie zu genießen. Haiku sind unmittelbar. Einfach da.

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Yosa Buson (1716–1784) – Haikudichter und Maler – Leben und Werk

Yosa Buson, Haikudichter – Leben und Werk

Yosa Buson (1716–1784) gilt neben Matsuo Bashō und Kobayashi Issa als einer der größten Haiku-Dichter der Edo-Zeit. Er war nicht nur ein herausragender Lyriker, sondern auch ein bedeutender Maler. Im Haiga, das ist die Verbindung von Haiku und Bild, entwickelte er eine neue Ausdrucksform.

Geboren wurde Buson in der Nähe des Yodo-Flusses, im heutigen Osaka. Sein ursprünglicher Familienname war Taniguchi. Über seine Kindheit ist wenig bekannt; nach Überlieferung war er der Sohn einer Dienstmagd namens Gen und eines Dorfvorstehers.

Einsam im Geäst
rastet der Mond –
die Dreizehnte Nacht.

Yosa Buson (1716–1784)

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Matsuo Basho (1644–1694) – Leben, Werk und Bedeutung des größten Haiku-Dichters

Matsuo Bashō

Matsuo Bashō (1644–1694) war der berühmteste Dichter der japanischen Edo-Zeit. Heute gilt er als der Meister des Haiku schlechthin.

Geboren wurde er als Matsuo Kinsaku in der Provinz Iga. Bashō entstammte einer Samuraifamilie. Schon als Junge kam er mit der Dichtkunst in Berührung, als er am Hof eines lokalen Adeligen diente. Man teilte die Leidenschaft für das Kettengedicht Renga – aus ihm sollte später das Haiku hervorgehen.

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