Haiku – Klassische Dreizeiler aus Japan neu übersetzt

Illustration zu Haiku – Klassische Dreizeiler aus Japan neu übersetzt

Hoshitori Haiku · 98 Sammlungen und Beiträge

Haiku – Klassische Dreizeiler aus Japan neu übersetzt

Im Herbstwind,
allein dastehend –
eine einsame Erscheinung.
Ryokan Taigu · Ryokan Taigu – 15 zeitlose Zen-Haiku →

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Haiku zum Mitnehmen

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Haiku sind wie Atempausen im Alltag. Sie helfen dir, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Es sind Kurzgedichte – echt und unverfälscht. Hier findest du einige der schönsten Haiku aus Japan in neuer deutscher Übersetzung, von traditionellen Meistern bis ins zwanzigste Jahrhundert.

Was ist ein Haiku?

Haiku sind die Essenz der Poesie – kurz, schlicht und voller Bedeutung. Ein Haiku fängt einen Moment der Natur oder des Lebens in wenigen Worten ein. Kein großes Erzählen, keine Erklärungen – nur das, was ist: eine Szene, ein Hauch von Wind, das Flattern eines Schmetterlings. Ein Haiku ist oft an die Natur gebunden, enthält ein Jahreszeitenwort (Kigo) und manchmal eine kleine Pause (Kireji), die Raum für das Unsagbare lässt. ↬ Mehr über das klassische Haiku erfahren

Wie man Haiku liest

Ein Haiku will nicht entschlüsselt werden. Es will angeschaut werden.

  • Laß dir Zeit, lies langsam, vielleicht zweimal.
  • Spüre den Moment, ohne ihn greifen zu wollen.
  • Lass die Worte klingen und vergehen.

Manchmal zeigt ein Haiku nicht mehr als ein fallendes Blatt – und doch kann darin die ganze Welt enthalten sein. ↬ Hier geht es zu einer Sammlung mit Beispielen

Die 4 großen Haijin

Sie trugen Strohhüte, wanderten barfuß durch Reisfelder und lauschten, wenn ein Frosch ins Wasser sprang. Die klassischen Haiku-Dichter Japans – Basho, Buson, Issa und Shiki – waren keine weltfremden Ästheten, sondern scharfsinnige Chronisten des Augenblicks. Sie lebten in Hütten, in Wirtshäusern, in Tempeln oder auch auf dem Rücken von Ochsen. Und sie schrieben Gedichte: nicht als Fingerübung, sondern als Lebensform.

Haijin, so nennt man die Dichter, die berühmtesten sind: Matsuo Basho (1644–1694), Yosa Buson (1716–1784), Kobayashi Issa (1763–1828), Masaoka Shiki (1867–1902). Auch spannend: Taneda Santoka (1882-1940). Siehe ↬ Gehen, Trinken, Zen

bluetenschmetterlinge

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