
Der Fuji ist immer da. Man sieht ihn oder nicht – je nach Wetter, Jahreszeit, Laune des Himmels. Aber er ist da. Vielleicht ist das der Grund, warum die Haiku-Dichter ihn so oft beschwören: nicht als Sehenswürdigkeit, sondern als stille Gewissheit am Horizont.
Manchmal erscheint er plötzlich, wenn der Herbsthimmel aufklart. Manchmal bleibt er verborgen im Niesel – und auch das ist ein Gedicht wert. Er spiegelt sich im Kübelwasser, er lockt die Schnecke, er begleitet den ersten Tabak eines Zwanzigjährigen. Der Berg ist Maßstab und Mitspieler zugleich. Ohne den Fuji konnte Japan nicht sein.



