
Ostern gibt es im alten Japan nicht. Keine Eier, keine Hasen, keine Auferstehung. Aber es gibt den Frühling – und mit ihm alles, wofür Ostern steht: Neubeginn, erstes Licht, das Erwachen nach langer Dunkelheit. Die Haikudichter kannten diese Momente gut. Sie sahen die ersten Knospen, hörten die Lerche, spürten die Wärme zurückkehren.
Diese originalen Haiku passen zu Ostern, ohne es zu nennen. Sie handeln von dem, was nach dem Winter kommt: Leben, das zurückkehrt. Manchmal zaghaft, manchmal überwältigend. Immer schön.



