11 echte Haiku über den Kuckuck

11 echte Haiku über den Kuckuck

Der Kuckuck ruft, und niemand weiß genau, woher. Das ist sein Wesen in der japanischen Dichtung: eine Stimme ohne Körper, ein Klang, der aus dem Nichts da ist und im Nichts verklingt. Der Hototogisu, so sein japanischer Name, ruft bevorzugt in der Dämmerung, wenn die Grenzen zwischen Tag und Nacht verschwimmen.

Kaum ein anderes Tier ist so bedeutungsschwer. Der Kuckuck steht für Sehnsucht, für Vergänglichkeit, für den nahenden Sommer. Sein Ruf klingt melancholisch, fast klagend. Die alten Dichter hörten darin ein Echo ihrer Einsamkeit, oder eine Botschaft aus einer anderen Welt.

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Der Fuji in 11 klassischen Haiku

Der Berg Fuji in 11 klassischen Haiku

Der Fuji ist immer da. Man sieht ihn oder nicht – je nach Wetter, Jahreszeit, Laune des Himmels. Aber er ist da. Vielleicht ist das der Grund, warum die Haiku-Dichter ihn so oft beschwören: nicht als Sehenswürdigkeit, sondern als stille Gewissheit am Horizont.

Manchmal erscheint er plötzlich, wenn der Herbsthimmel aufklart. Manchmal bleibt er verborgen im Niesel – und auch das ist ein Gedicht wert. Er spiegelt sich im Kübelwasser, er lockt die Schnecke, er begleitet den ersten Tabak eines Zwanzigjährigen. Der Berg ist Maßstab und Mitspieler zugleich. Ohne den Fuji konnte Japan nicht sein.

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Nebel – 12 geheimnisumwitterte Haiku

Haiku mit Nebel

Nebel löst die Welt auf. Was eben noch fest war – ein Berg, ein Gesicht, eine Hand – wird weich, verschwimmt, verschwindet. Der japanische Begriff »oboro« beschreibt diesen Zustand: nicht ganz Dunst, nicht ganz Schleier, etwas dazwischen. Ein Frühlingswort, obwohl der Nebel keine Jahreszeit kennt.

Haiku-Dichter liebten den Nebel, weil er das Unausgesprochene sichtbar macht. Was im Dunst verschwindet, gewinnt an Bedeutung. Der Abschied wiegt schwerer, wenn die winkende Hand verblasst. Der Mond leuchtet sanfter, wenn er durch Schleier scheint. Der Nebel nimmt nichts weg – er verwandelt.

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12 Haiku durch die Jahreszeiten – Ein Jahr in Versen

Ein Jahr in 12 Haiku – Japanische Verse durch die Jahreszeiten

Ein Jahr lässt sich in zwölf Versen erzählen. Die alten Haikudichter in Japan taten genau das – nicht als Zusammenfassung, sondern als Begleitung. Jede Jahreszeit brachte ihre eigenen Bilder mit, ihre eigenen Stimmungen.

Der Frühling mit seinen Blüten und dem ersten Vogelruf. Der Sommer mit Hitze, Flüssen und langen Nächten. Der Herbst mit fallenden Blättern und kühler werdenden Winden. Der Winter mit Schnee, Stille und dem Warten auf Wärme.

Diese zwölf Haiku führen in neuer Übersetzung einmal durch das Jahr. Nicht weil sie so geplant wären, sondern weil das Jahr selbst eine Ordnung hat, die sich in den Versen widerspiegelt.

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Der Buddha im Haiku – 14 berührende Beispiele

Der Buddha im Haiku - 14 berührende Beispiele

Buddha kam im 6. Jahrhundert nach Japan, zusammen mit Sutren, Statuen und einer neuen Vorstellung vom Tod. Anders als im Westen, wo Religionen einander verdrängen, fand der Buddhismus seinen Platz neben dem Shinto – nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung. Die alten Götter blieben für das Leben zuständig: Geburt, Ernte, Reinheit. Buddha kümmerte sich um das, was danach kommt.

Mit der Zeit wurde er alltäglich. Nicht im Sinne von banal, sondern von gegenwärtig. Buddha-Statuen standen an Wegkreuzungen, in Tempelhöfen, in Hausnischen. Man brachte Reis, zündete Räucherstäbchen an, verbeugte sich im Vorbeigehen. Eine Geste, keine Theologie. Die Dichter sahen das: den abblätternden Lack, den kalten Opferreis, die Libelle, die den Erleuchteten anstarrt, als wäre er ein Stein unter Steinen.

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