
Ein Haiku ist wie ein Fenster zur Stille, durch das die Welt in ihrer klarsten Form sichtbar wird. Es bewahrt den Zauber eines Augenblicks und gibt ihm Raum, nachzuklingen.
Neunundfünfzig Gedanken, die die Kunst des Haiku umkreisen.

Ein Haiku ist wie ein Fenster zur Stille, durch das die Welt in ihrer klarsten Form sichtbar wird. Es bewahrt den Zauber eines Augenblicks und gibt ihm Raum, nachzuklingen.
Neunundfünfzig Gedanken, die die Kunst des Haiku umkreisen.

Der Mond gilt als Symbol der Einsamkeit und der Kontemplation. Ein einzelner Mensch, der in der Nacht den Mond betrachtet – das kommt oft im Haiku vor. Eine solche Szene erzeugt Ruhe und Frieden. Die Betrachtung des Mondes verbindet uns mit der Natur und dem Kosmos.
Im Haiku symbolisiert der Mond (Tsuki) die Vergänglichkeit des Lebens – ein japanisches Konzept, das als Mono no aware bekannt ist. Achtzehn Mondhaiku von Matsuo Bashō.

Die Chrysantheme hat in Japan eine besondere symbolische Bedeutung: Sie steht für Langlebigkeit, Eleganz, aber auch für Trauer und den Herbst. Auf Japanisch heißt sie schlicht Kiku. Ihre Blüten entfalten sich spät im Jahr und setzen leuchtende Akzente, wenn bereits vieles verblasst.
Sechzehn Haiku über das botanische Wunderwerk.

Was könnte der Sternenhimmel anderes sein als pure Magie? Das empfanden auch die alten Dichter schon so. Aber um wie viel prächtiger muss damals der nächtliche Himmel gewesen sein – so ganz ohne Lichtverschmutzung und allseitige Beleuchtung? Diese Verse führen dich genau dahin zurück.
In Japan galten Sterne lange als weniger poetisch als der Mond. Zu fern, zu klein, zu stumm. Und doch: Wer genau hinsieht, findet sie überall in der klassischen Dichtung. Als Begleiter der Schlaflosigkeit. Als Zeugen der Einsamkeit. Als letzte Lichter vor dem Morgen.
Elf Haiku, elf Blicke nach oben. Manche geschrieben in Winternächten, andere im Spätsommer, wenn die Zikaden verstummen und der Himmel aufklart. Alle verbindet dasselbe Staunen – und dieselbe Stille danach.

Die Libelle (Tombō) hat in Japan eine kulturelle Bedeutung. Sie wird als Symbol für Mut, Glück und Erfolg betrachtet, weil sie sich im Flug nicht rückwärts bewegt. Im Haiku taucht sie häufig auf – die fliegenden Juwelen mit den großen Augen haben die alten Japaner seit jeher beeindruckt.
Hier sind zwanzig staunenswerte Exemplare von Kobayashi Issa.