15 klassische Haiku mit Bambus

Klassische Haiku mit Bambus

Kein Material biegt sich so elegant und bleibt dabei unzerbrechlich – vielleicht ist das der Grund, warum Bambus in der japanischen Dichtung allgegenwärtig ist. In der Poesie der Edo-Zeit und darüber hinaus taucht er immer wieder auf.

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Die Seegurke in 12 klassischen Haiku – überraschend vielseitig und zum Nachdenken anregend

Die Seegurke im klassischen Haiku

Seegurkengedichte – wer käme außerhalb Japans auf so eine Idee? Ein schleimiges, unscheinbares Meerestier, ohne erkennbare Form, ohne Stimme, ohne Ausdruck – und doch Gegenstand poetischer Betrachtung seit Jahrhunderten.

In der japanischen Dichtung ist die Seegurke (海鼠, namako) kein Kuriosum, sondern ein Prüfstein für genaues Hinsehen. Während westliche Poesie lange Schönheit, Erhabenheit oder Dramatik suchte, erkannte das Haiku die Würde des Gewöhnlichen. Selbst das formlose, fast lächerliche Lebewesen im Sand verdient Aufmerksamkeit.

In diesen Versen wird die Seegurke zur Metapher für das pure Sein. Nicht Symbol, nicht Allegorie – nur Präsenz. Ein kleines, kühles Tier, das durch Wasser und Winter treibt.

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Leben im alten Japan – Ein Tag in der Welt der Haiku-Dichter

Leben im alten Japan – Ein Tag in der Welt der Haiku-Dichter

Japan, Edo-Zeit. Irgendwann zwischen 1603 und 1868. Ein Mann geht zu Fuß durchs Land. Kein Mönch, kein Samurai, kein Bauer. Ein Dichter. Arm, gebildet, rastlos. Sein Besitz passt in einen Beutel: Pinsel, Tusche, Papier, eine Decke. Er schläft, wo man ihn schlafen lässt – in Tempeln, bei Bauern, unter Bäumen. Er schreibt, was er sieht.

Ergänzt habe ich seine Beobachtungen durch einige originale Haiku. Und war dabei nicht zeittreu – Shiki und Santōka sind aus späterer Zeit, sie fügen sich dennoch ideal ein.

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Kaki als Herbstsymbol im klassischen Haiku

Kaki als Herbstsymbol im klassischen japanischen Haiku

In Japan ist die Kaki (柿) weit mehr als nur eine Frucht. Sie ist ein poetisches Manifest, ein Symbol für Herbst, Reife und Vergänglichkeit – und manchmal auch für Einsamkeit. Anders als die vielzitierten Kirschblüten blüht die Kaki spät.

Wenn im Herbst die Blätter längst gefallen sind, hängen die goldorangen Früchte noch an den kahlen Zweigen – ein letzter Gruß der Natur vor dem Winter. Man könnte sagen, was bei uns der Kürbis für den Herbst ist, ist in Japan die Kaki: dieselbe Farbe, dieselbe Jahreszeit – und doch ganz anders im Wesen.

Santōka liebte sie, Shiki konnte nicht genug von ihnen bekommen, und Kyorai lebte gar in der »Hütte der fallenden Kakis«, wie er sein Zuhause nannte.

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12 der besten Haiku, die du heute lesen wirst

Die 12 besten Haiku, die du heute lesen wirst (versprochen)

Sie sind frisch, emotional stark, leicht zugänglich – und haben das gewisse Etwas, das hängen bleibt.

Vögel über den Wolken, Menschen im Meer. Ein Flügelschlag und du bist woanders. Diese zwölf Haiku sind kurz – aber treffen. Mal weich. Mal klar. Lies sie. Und lies sie nochmal.

Ich habe auf emotionale Dichte, kleine Überraschungen, poetische Schlagkraft oder feinen Humor geachtet – Qualitäten, die das Versprechen der Headline einlösen. Es geht bunt durch die Jahreszeiten. Spüre die Kraft der alten Texte. Issa dominiert die kleine Auswahl.

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