Yosa Buson (1716–1784) – Haikudichter und Maler – Leben und Werk

Yosa Buson, Haikudichter – Leben und Werk

Yosa Buson (1716–1784) gilt neben Matsuo Bashō und Kobayashi Issa als einer der größten Haiku-Dichter der Edo-Zeit. Er war nicht nur ein herausragender Lyriker, sondern auch ein bedeutender Maler. Im Haiga, das ist die Verbindung von Haiku und Bild, entwickelte er eine neue Ausdrucksform.

Geboren wurde Buson in der Nähe des Yodo-Flusses, im heutigen Osaka. Sein ursprünglicher Familienname war Taniguchi. Über seine Kindheit ist wenig bekannt; nach Überlieferung war er der Sohn einer Dienstmagd namens Gen und eines Dorfvorstehers.

Einsam im Geäst
rastet der Mond –
die Dreizehnte Nacht.

Yosa Buson (1716–1784)

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Matsuo Basho (1644–1694) – Leben, Werk und Bedeutung des größten Haiku-Dichters

Matsuo Bashō

Matsuo Bashō (1644–1694) war der berühmteste Dichter der japanischen Edo-Zeit. Heute gilt er als der Meister des Haiku schlechthin.

Geboren wurde er als Matsuo Kinsaku in der Provinz Iga. Bashō entstammte einer Samuraifamilie. Schon als Junge kam er mit der Dichtkunst in Berührung, als er am Hof eines lokalen Adeligen diente. Man teilte die Leidenschaft für das Kettengedicht Renga – aus ihm sollte später das Haiku hervorgehen.

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Masaoka Shiki (1867–1902) – Der Haiku Revolutionär

Masaoka Shiki

Masaoka Shiki (1867–1902) hat in nur 34 Lebensjahren geschafft, was Generationen vor ihm nicht wagten: Er holte das Haiku aus der Vergangenheit und führte es ins moderne Japan. Mit über 20.000 Gedichten hinterließ er ein gewaltiges Werk. Sein Leben war geprägt von Krankheit, Schmerz und einer radikalen Liebe zur Wahrheit in der Poesie.

Geboren in eine verarmte Samurai-Familie, verlor er früh den Vater. Mit 16 schlug er sich auf eigene Faust nach Tokio durch. Dort traf er auf den später berühmten Schriftsteller Natsume Sōseki und begann, das Haiku neu zu denken: nicht mehr verträumt und spielerisch, sondern klar, realistisch und dennoch naturverbunden.

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Kobayashi Issa (1763–1828) – Ein großer Haikudichter (nicht nur) kleiner Dinge

Kobayashi Issa

Kobayashi Issa (1763–1828) gehört zu den bedeutendsten japanischen Haiku-Dichtern und zählt zusammen mit Bashō, Buson und Shiki zu den Großen Vier.

Issa schrieb nicht nur über Erhabenes, sondern besonders gern über den Alltag, über Tiere und überhaupt über alles, was ihm begegnete. Sein Pseudonym Issa (»eine Tasse Tee«) steht sinnbildlich für die Bescheidenheit und Einfachheit seiner Werke. Sein Œuvre umfasst über 20.000 Haiku.

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Taneda Santoka (1882–1940) – 20 nackte Haiku – Gehen, Trinken, Zen

Gehen, Trinken, Zen – 20 nackte Haiku von Taneda Santoka

Taneda Santōka (Website) war ein japanischer Dichter und Wandermönch, dessen Haiku vor allem dadurch auffielen, weil er sich wenig um traditionelle Formen oder starre Silbenregeln scherte. Er lebte ein bewegtes Leben (1882–1940), kämpfte mit inneren Dämonen, Alkoholproblemen und chronischer Armut. Schließlich wurde der Zen-Buddhismus zu seinem Zufluchtsort – und Santōka zog fortan als Bettelmönch durch das Land.

Dabei nahm er die Dinge, wie sie eben kamen: ehrlich, manchmal ironisch, oft rau, aber immer authentisch. Santōka war kein typischer Buddhist mit sanfter Seele, sondern eher ein Einzelgänger, der sich dem gesellschaftlichen Druck verweigerte. Arbeiten gehen? Davon hielt er nicht viel – seine große Leidenschaft galt stattdessen dem Haiku, dem Wandern und ganz besonders dem Alkohol.

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